Hochwasserschutz Pfaffstätt

Was lange währt, wird endlich gut

Hochwasserschutz Pfaffstätt

Die Mattig wäre ja grundsätzlich ein gutmütiges und sehr ausgeglichenes Gewässer, hat sie doch, wenn sie durchs südwestliche Innviertel fließt, die Trumer Seenplatte hinter sich, die sich sehr beruhigend und dämpfend auf die Entstehung von Hochwässern auswirkt. Dennoch zeigt sie auch manchmal die aufbrausende Seite ihres Gemütes, wenn sie von ihren Zubringern bei lokalen Gewittern plötzlich mit Spitzenabflüssen konfrontiert wird, die sie dann in manche Orte entlang des flachen Trogtales des Mattig transportiert, wo sie zu erheblichen Überflutungen führen. Einer davon ist das liebliche Pfaffstätt.

Gegen Ende des Jahres 2005 begannen wir mit einer Studie, die davon ausging, dass es neben den Linearmaßnahmen auch ein Rückhaltebecken am Zubringer Mühlbergerbach geben soll, sodass das HQ100 zum HQ30 wird und die Linearmaßnahmen nur auf das derzeitige HQ30 auszulegen sind. Eine Idee, die bis heute aufrecht ist, wenn auch die Realisierung des Rückhaltebeckens noch in weiterer Ferne liegt.

Der erhebliche Flächenbedarf entlang des Flusses machte die Akzeptanz der Planung bei den Grundbesitzern nicht einfach, was in einem Fall letztlich bis zu einem durchgefochtenen Zwangsrecht führte. Entsprechend lang zog sich die Planungsphase dahin, mündete aber doch 2015 in eine behördliche Bewilligung. Nach Ausschöpfung des Rechtsweges, Klärung der Förderung, Ausführungsplanung und Ausschreibung starteten die Bauarbeiten (Gewässerbezirk Braunau und Fa. Swietelsky), die bis September 2020 weitgehend abgeschlossen sind.

Die Fotos stammen von einer Begehung im August 2020, die Planausschnitte aus dem Einreichprojekt 2014.

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