Baurestmassendeponie Sittling

Schotter raus, Bauschutt rein – wenn’s nur so einfach wäre…

Baurestmassendeponie Sittling

Die Fa. Burgstaller aus Haag am Hausruck betreibt in Taiskirchen Kiesabbau, ein Betonwerk, und, als Nachnutzung, eine Baurestmassendeponie nahe der Ortschaft Sittling. Der Schutz des Grundwassers steht in beiden Fällen – Kiesabbau und Deponierung – im Vordergrund der heiklen Bewilligungsverfahren. Daneben ist der Eingriff in das Landschaftsbild, die Staub- und Lärmbelastung der Umgebung durch Abbau/Einbau und Transporte ein wichtiges Thema.

Deponiert werden Abbruchmaterialen, die nicht recyclierbar sind, aber auch in großen Mengen verunreinigte Aushubmaterialen, die nicht in Bodenaushubdeponien abgelagert werden dürfen. Baurestmassendeponien verfügen über Basis- und Oberflächenabdichtungen, eine Erfassung der Sickerwässer, und sie stellen häufig auch eine Herausforderung in geotechnischen Belangen dar. Der Aufwand für Planung und Bewilligung ist heute vergleichbar mit dem, der vor 25 Jahren noch für weitaus gefahrengeneigtere Massenabfalldeponien erforderlich war. Einerseits stiegen in den letzten Jahrzehnten die rechtlichen und technischen Anforderungen, andererseits wurde aber auch die Haltung der Öffentlichkeit kritischer, auch infolge einer gewissen Sorglosigkeit in der Vergangenheit.

Die Baurestmassendeponie Sittling wurde im Jahr 2002 zur Bewilligung eingereicht und im Juni 2003 abfallwirtschafts-, naturschutz- und wasserrechtlich bewilligt. Ab diesem Zeitpunkt wurde die nordöstliche Hälfte der Deponie errichtet und mit Baurestmassen befüllt. Eine Erweiterung des westlichen Teiles wurde 2013 geplant und mit Bescheid 2014 bewilligt.

Die Stilllegung der Deponie erfolgt folglich voraussichtlich im Jahr 2028. Bis dato wurden rund 95%der Deponiebasis errichtet, sowie 14.600m² abgedeckt und rekultiviert.

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